//Weitere Lockerungen in Sachsen – Sport nun auch drinnen

Weitere Lockerungen in Sachsen – Sport nun auch drinnen

Einen für viele Vereine wichtigen Schritt hat die sächsische Staatsregierung gestern beschlossen. Unter Einhaltung der vorgegebenen Hygienevorschriften und Abstandsregeln, können ab Freitag, den 15. Mai Innensportanlagen wieder genutzt werden. Auch Fitness- und Sportstudios sowie Tanzschulen können wieder öffnen. Wie auch schon auf den Außensportanlagen, ist neben der Einhaltung der festgelegten Vorgaben in Sachen Hygiene und Abstand auch Publikumsverkehr auszuschließen. Unter Berücksichtigung dieser allgemeingültigen Vorschriften, steht auch der Vorbereitung auf Wettkämpfe sowie deren Durchführung nichts im Wege.

  • Einen ersten Überblick der Hygiene-Empfehlungen findet ihr auf der Homepage vom Landessportbund. Bitte habt Verständnis, dass sich hier möglicherweise noch Abänderungen und/oder Ergänzungen für Chemnitz ergeben. Dazu stehen wir in einem ständigen Austausch mit dem Sportamt.
  • Da auch die Gastronomen ab Freitag wieder öffnen können, kann somit auch der Betrieb von Vereinsgaststätten und ähnliche Einrichtungen beginnen. Hier sind jedoch ebenso strikt die Vorgaben einzuhalten.
  • Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch für die Vereine, die sich im Wasser beheimatet fühlen. Zwar dürfen die Freibäder ebenfalls ab Freitag öffnen, einen Termin für die Schwimmhallen gibt jedoch noch nicht.

Hier findet ihr die ausführliche Anordnung von Hygieneauflagen des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Punkte 13 bis 15 betreffen dabei den Sport.

  • Es sind Vorkehrungen zu treffen, damit sich alle Personen nach Betreten der Sportstätte bzw. der Einrichtung die Hände waschen oder desinfizieren.
  • Es besteht keine Pflicht, Mund-Nasen-Bedeckungen in den Sportstätten bzw. Einrichtungen zu tragen.
  • Die Öffnung von Tanzschulen ist erlaubt für den Einzelunterricht und für feste Paare (keine Jugendkurse) sowie Solotänzer. Extrakurse für Risikogruppen (z.B. Seniorentanz) sollten nicht angeboten werden.
  • Die Anzahl der jeweils zugelassenen Sportler, Tänzer bzw. Tanzpaare hängt von der jeweiligen Sportart ab, muss die Einhaltung des Mindestabstandes von mindestens 1,5 Metern während des Trainings garantieren und ist im Konzept der Sportstätte bzw. Einrichtung zu begründen.
  • Der Mindestabstand zwischen Sportlern, Tänzern bzw. Tanzpaaren und Trainern ist in jeder Trainingseinheit einzuhalten. Trainingseinheiten mit Mannschaftsspielcharakter sind nicht erlaubt. Jeglicher Körperkontakt ist, außer bei einem Tanzpaar zueinander, zu vermeiden.
  • Der Mindestabstand ist auch in den Umkleidebereichen sowie Sanitärbereichen unbedingt einzuhalten. Möglichkeiten zum Händewaschen (mit entsprechendem Abstand zueinander) müssen ausgerüstet sein mit Flüssigseife und zum Abtrocknen mit Einmalhandtüchern. Elektrische Handtrockner sind weniger geeignet, können aber belassen werden, wenn sie bereits eingebaut sind.
  • Enge Bereichen sind so umzugestalten oder der Zugang zu beschränken, dass der Mindestabstand eingehalten werden kann.
  • Trainingsgeräte sind nach der Benutzung zu reinigen.
  • Nach Möglichkeit sollte die Bezahlung per Überweisung erfolgen und der Tresen mit Plexiglasschutz versehen werden.
  • Sportstätten, Fitness- und Sportstudios sowie Tanzschulen dürfen nicht für den Publikumsverkehr (Zuschauer, Begleitpersonen usw.) geöffnet werden.

  • Training und Wettkämpfe sind entsprechend der Vorgaben der Bundesfachverbände durchzuführen.
  • Ab dem 10. April 2020 haben sich gemäß SächsCoronaQuarVO alle Personen, die aus dem Ausland eingereist sind, 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben. Der Besuch der Sportstätten ist diesen Personen daher verboten.

  • Die nach den §§ 1 und 2 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 12. Mai 2020 geltenden Grundsätze und Kontaktbeschränkungen gelten auch innerhalb von Freibädern. Insbesondere ist der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten.
  • Der Betreiber hat durch Zugangsbeschränkungen und organisatorische Regelungen sicherzustellen, dass der Mindestabstand sowohl im Wasser als auch in allen Bereichen außerhalb des Wassers, z.B. auf Liegewiesen, in Umkleiden, Sanitärräumen und im Kassenbereich eingehalten werden kann.
  • In Abhängigkeit von der Größe des Freibades und den räumlichen Gegebenheiten ist eine Obergrenze für die Anzahl der zeitgleich anwesenden Badegäste festzulegen, die die Einhaltung des Mindestabstandes gewährleistet.
  • Verhaltensregeln und Hygienevorgaben sind gegenüber den Badegästen zu kommunizieren und die Einhaltung sicherzustellen.
  • Für jedes Freibad ist ein individuelles Hygienekonzept einschließlich der Benutzung von Rutschen und Sprungtürmen zu erstellen, das sich an den Empfehlungen entsprechender Fachverbände orientiert, beispielsweise am Pandemieplan Bäder der Deutschen Gesellschaft für das Badwesen e. V.
  • Das Hygienekonzept ist von der zuständigen kommunalen Behörde zu genehmigen.

 

Abschließend möchten wir wieder an euren Teamgeist appellieren: Diese Lockerungen haben wir uns alle durch Disziplin und Durchhaltevermögen erarbeitet und verdient. Bitte denkt daran und an die Einhaltung der Regeln wenn ihr das Training aufnehmt. Nur wenn wir als Sportfamilie geschlossen sorgsam mit den wieder zurückgewonnenen Möglichkeiten umgehen, werden wir auch dauerhaft etwas davon haben. Sport frei!

2020-05-14T20:02:35+02:00 Mittwoch, 13. Mai 2020|

Hinterlassen Sie einen Kommentar