//Paralympisches Schwimmen, ein Hochleistungssport

Paralympisches Schwimmen, ein Hochleistungssport

Leistungssport im paralympischen Schwimmen – kurz Para-Schwimmen – ist längst weit mehr als einfaches „Behindertenbaden“. So oder ähnlich bekommen es die Aktiven un Verantwortlichen der Vereine nämlich immer wieder zu hören. Es ist jedoch viel  mehr, ein Hochleistungssport, der den Athleten mit Handicap einiges an Disziplin und Training abverlangt. Um auch nur im nationalen Bereich erfolgreich sein zu können, ist bereits hartes Training unabdingbar.

Was daraus werden kann, wenn dieses Training mehrfach die Woche an Land und zu Wasser konsequent durchgeführt wird, zeigt sich aktuell an Nico Clemens. Der bald 18-jährige Schützling von Trainerin Claudia Barth wurde durch die Bundestrainerin zur Teilnahme an der „World Series Italia Para Swimming 2020“ im Nachwuchsteam nominiert.

Der Wettkampf ist Teil der Para Swimming World Series, einer Folge hochkarätiger Veranstaltungen im Para-Schwimmen des internationalen Weltverbands World Para Swimming (WPS). Dass Nico Clemens diese Chance um jeden Preis ergreifen will, zeigt sich u.a. darin, dass der Chemnitzer seine Volljährigkeit weit weg von seiner Familie am italienischen Schwimmbecken in Lignano Sabbiadoro feiern wird.

Um sich hier vor Ort in Chemnitz einen Eindruck von den starken sportlichen Leistungen der Athleten vom BSV Ascota und vieler anderer Vereine zu machen, lohnt sich ein Besuch beim Ascota Schwimmfest. Am 28. März 2020 findet dieses bereits zum 21. Mal in Folge statt und bietet dabei in der Schwimmhalle „Am Südring“ einen hochkarätigen inklusiven Wettkampf im Schwimmen für Menschen mit und ohne Behinderung. Das BFV Ascota Schwimmfest kann sich seit Jahren im Kalender der deutschen Behindertensportler behaupten und ist aufgrund seiner Mischung aus familiärer Atmosphäre und professionellem Wettkampf ein gern besuchtes Event. Der Verein erwartet in der Schwimmhalle „Am Südring“ auch in diesem Jahr wieder etwa 100 Starter aus Vereinen des gesamten Bundesgebiets.

Aus sportlicher Sicht des Vereins liegt das Interesse bei der Ausrichtung des Wettkampfes wie immer auf zwei Punkten. Einerseits soll auch für die ambitionierten Freizeitsportler des Vereins ein Angebot geschaffen werden, bei dem sie ihre Leistungsfähigkeit nach regelmäßigem Training beweisen können und ggf. so das Interesse für ernsthaften Leistungssport entdecken, andererseits geht es für die etablierten Leistungsschwimmer darum, auch in „heimatlichen Gewässern“ ihr Leistungsvermögen zu beweisen. Mit dieser Mischung versucht das BFV Schwimmfest mittlerweile verstärkt die Lücke zwischen Hochleistungssport und der Problematik Nachwuchsgewinnung im paralympischen Schwimmsport ein Stück weit auszufüllen. Was auch ganz gut gelingt,wie Nico Clemens beweist.

2020-02-20T11:11:25+01:00 Mittwoch, 19. Februar 2020|

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